Konzept


Von Anfang an begnügte sich die Edition der Briefe nicht nur damit, den nach den Kriterien kritischer Quellenforschung gewonnenen Originaltext in eine für alle lesbare Form zu bringen. Die auf uns gekommenen Zeugnisse sollen auch in ihrem historischen Zusammenhang und im Geflecht ihrer Querverbindungen verständlich werden. Dazu leisten die Editoren folgende Arbeitsschritte:

Die Editoren entziffern und übersetzen zunächst den Brief.

Im textkritischen Apparat verzeichnen sie dann alle Bearbeitungsstufen und bieten einen Vergleich mit vorhandenen Abschriften.

Der weiteren Erschließung der Quelle dient dann der Sachkommentar. Er erläutert die zum Verständnis notwendigen Zusammenhänge und identifiziert die genannten Personen, Orte und Quellen. Ferner bietet er Querverweise auf weiterführende zeitgenössische Dokumente und auf Sekundärliteratur. Dabei gilt der editorische Grundsatz: So sparsam wie möglich, so informativ wie nötig. Mit Interpretationen ist der Sachkommentar zurückhaltend.

Jedem Text wird eine Inhaltsangabe in deutscher und französischer Sprache, letztere von Prof. Arnold, vorangestellt. Sie hilft bei der schnellen Orientierung und ermöglicht auch einem im Lateinischen nicht mehr gänzlich beheimateten Leserkreis den Zugang.